Pinselpflege für Graffiti und Fassadenmalerei
- tubuku design
- 8. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Saubere Werkzeuge, saubere Kanten
Bevor bei uns Farbe an die Wand geht, entscheidet nicht nur der Untergrund über das Ergebnis, sondern auch der Zustand unserer Pinsel. Ein guter Pinsel ist kein Wegwerfprodukt: Er sorgt für saubere Kanten, kontrollierte Verläufe und spart Zeit bei der Arbeit. Wenn wir unsere Brushes regelmäßig pflegen, müssen wir seltener neue kaufen, haben weniger lose Borsten in der Fläche und kommen entspannter durch jedes Projekt.
Der wichtigste Punkt dabei: Pinsel werden direkt nach dem Arbeiten gereinigt – solange die Farbe noch frisch ist. Je länger sie eintrocknet, desto mehr Aufwand haben wir später. Genauso wichtig: Pinsel gehören nicht stundenlang in ein Wasser- oder Lösungsmittelglas. Das verformt die Borsten, der Stiel quillt auf und aus einem guten Werkzeug wird sehr schnell ein schlechter Kompromiss.
Pinsel reinigen – Schritt für Schritt

Farbe gründlich ausstreichen
Wir streichen zuerst so viel Farbe wie möglich auf Karton, Tapetenreste oder Zeitung ab. Je weniger im Pinsel bleibt, desto schneller ist er wieder sauber – und desto weniger landet im Abfluss.
Wasserbasierte Farben (Dispersion, Acryl)
Bei Wand- und Fassadenfarben auf Wasserbasis spülen wir die Pinsel unter warmem, fließendem Wasser aus und drücken die Borsten dabei sanft in Längsrichtung hin und her. Wenn das Wasser fast klar ist, arbeiten wir mit etwas Seife oder Pinselseife nach, bis keine Farbreste mehr kommen.
Lacke und lösemittelhaltige Farben
Überschüssige Farbe wischen wir zuerst mit einem Lappen oder Küchenrolle aus. Danach spülen wir den Pinsel im passenden Reiniger oder Verdünner aus, bis sich keine Farbe mehr löst. Zum Schluss waschen wir mit Seife und Wasser nach, damit kein schmierig-fettiger Film im Pinsel bleibt.
Pinsel für den nächsten Tag „parken“
Wenn wir mehrere Tage hintereinander mit derselben Farbe arbeiten, machen wir oft eine Schnellvariante: grob abstreifen, den Pinsel luftdicht in Folie oder einen Beutel wickeln und kühl lagern. So trocknet die Farbe nicht ein und wir können am nächsten Tag direkt weitermachen.
Trocknen, Lagern und Umwelt
Richtig trocknen
Am liebsten hängen wir unsere Pinsel mit den Borsten nach unten auf. So können Wasser und Reiniger herauslaufen und ziehen nicht in die Zwinge. Was wir vermeiden: Pinsel in ein Glas stellen, in dem sie mit der Spitze auf dem Boden stehen – das ruiniert auf Dauer die Form.
Staubgeschützt lagern
Wenn die Pinsel trocken sind, lagern wir sie flach liegend oder hängend, am besten in einer Kiste oder eingerollt in Papier. So bleiben die Borsten in Form und sammeln keinen Staub, der später in der Fläche Probleme macht.
Neue Pinsel vorbereiten
Neue Pinsel verlieren fast immer ein paar lose Haare. Deshalb streichen wir sie vor dem ersten Einsatz kräftig über Karton oder kämmen sie mit den Fingern leicht aus. Bei sehr trockenen Pinseln hilft es, sie kurz in Wasser zu tauchen und wieder auszudrücken – dadurch stellen sich die Borsten gleichmäßiger auf.
Umwelt im Blick
Lösemittelhaltige Reiniger sammeln wir in einem geschlossenen Behälter und entsorgen sie als Sondermüll, nicht im Ausguss. Bei wasserbasierter Farbe versuchen wir, möglichst viel Farbe auszusteichen und stark verschmutztes Wasser in einem Eimer zu sammeln, statt alles direkt ins Waschbecken zu kippen.
Eine gute Pinselpflege für Graffiti und Fassadenmalerei spart uns auf lange Sicht Material, Geld und Nerven. Wenn wir uns nach jedem Einsatz ein paar Minuten Zeit nehmen, unsere Pinsel gründlich zu reinigen, richtig zu trocknen und staubgeschützt zu lagern, schaffen wir die beste Grundlage für präzise Linien, saubere Fassadenflächen und entspannteres Arbeiten bei jedem neuen Graffiti- und Fassadenmalerei-Projekt mit Tubuku.

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